Wer kennt sie nicht, die drei Nonnen im gotischen Spitzbogen, die auf der Natur-Arznei Klosterfrau Melissengeist ...
Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Die Erklärung: Was ist Stress?

Stress – jeder kennt ihn, viele verbinden damit eher negative Erfahrungen, andere benutzen ihn heute aber auch, um sich wichtig zu fühlen. In manchen Kreisen gehört es fast schon zum guten Ton, gestresst zu sein. Grundsätzlich ist Stress eine für uns Menschen lebensnotwendige Reaktion des Körpers auf Veränderungen, die in Notsituationen Energien freisetzt und den Körper mobilisiert, damit wir uns sicher schützen können.

In Sekundenschnelle schalten die Körpersysteme auf Alarm, die Wahrnehmung ist geschärft, der Mensch präsent und in gespannter Handlungsbereitschaft. Ist die Gefahr vorüber, kann sich der Körper wieder entspannen und regenerieren. Erst wenn diese rhythmische Abfolge von Spannung und Entspannung nicht mehr möglich ist, der Organismus in ständiger Alarmbereitschaft bleibt, wird es gefährlich für die Gesundheit.

Und Stress ist nicht gleich Stress. Entscheidend ist, dass jeder Mensch Belastungen individuell bewertet und entsprechend anders darauf reagiert. Was den einen richtig beflügelt und zu Höchstleistungen motiviert, ist für den anderen schon zu viel, was sich auch über körperliche Symptome zeigen kann. Aber auch dauerhafte Unterforderung und Monotonie können enorm belasten. Das eigene Stresserleben verstehen zu lernen ist daher ein wesentlicher Schritt bei der Vorbeugung und Regeneration von Stressbeschwerden.


Die Unterschiede: Eustress und Distress

Der österreichisch-kanadische Mediziner Hans Selye, der „Vater der Stressforschung“, prägte neben dem Begriff Stress auch die Unterscheidung zwischen positivem und negativem Stress. Der angenehm erlebte, so genannte Eustress, erzeugt eine kraftvolle Spannung, liefert uns die nötigen Energien zum Handeln und schärft unsere Sinne. Distress – lebensschädliche Belastungen oder Stress im Übermaß – macht dagegen krank, wenn auf Dauer der Pol der Entspannung fehlt. Diese Form von Stress belastet alle wichtigen Funktionen des Körpers wie Verdauung, Atmung, Nerven- oder Herz-Kreislauf-System und führt langfristig zu körperlichen und seelischen Schädigungen.

Um das Ausmaß einer Stressbelastung einschätzen können, sind drei entscheidende Faktoren zu berücksichtigen:
  • Die Art des Stresses oder der Über- bzw. Unterlastung,
  • die individuelle Bewertung der Situation, die hauptsächlich durch Erziehung und Vorerfahrungen geprägt ist, sowie
  • die aktuelle persönliche Stressschwelle – die zum Beispiel infolge von Müdigkeit, Hunger oder einer akuten Erkrankung herabgesetzt sein kann.

Die Ursachen: Wie es zu Stressbelastungen kommt

Ein sonst gesunder Organismus kann in der Regel gut mit allen Stressformen umgehen, solange die Belastung nicht zu lange andauert und es wieder einen entspannenden Ausgleich gibt. Wenn die persönliche Stressgrenze jedoch erreicht ist, das Fass überläuft, muss der betroffene Mensch bewusst aktiv gegensteuern, um Gesundheitsschäden zu verhindern.
Häufige Auslöser für Stressbelastungen sind:
  • Zeitdruck, Hektik, berufliche Anspannung, Angst vor Jobverlust
  • Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, Versagensangst, Prüfungsangst
  • Machtspiele, Mobbing, Konkurrenz, Neid
  • Über- oder Unterforderung, Monotonie
  • Leistungsdruck, Ehrgeiz, Perfektionismus
  • Einsamkeit, Isolation, Ausgeschlossensein
  • Kommunikationsprobleme, Schwerhörigkeit, Lügen
  • Konflikte, Streitigkeiten, Beziehungsstörungen, Ärger, Gewalt
  • Existenzängste, Schulden, Insolvenz, Unordnung
  • Krankheiten, Behinderungen, Verlustängste, Trauer
  • Anhaltender Schlafmangel, Schichtarbeit
  • Strahlenbelastung, Lärm, Chemikalien, Umweltgifte
  • häufige Autofahrten oder Dienstreisen
  • ständiges Telefonklingeln, Dauerberieselung, Reizüberflutung
  • Fehlernährung, Süchte, Medikamente

Von der Unzufriedenheit über die Überforderung bis zum Burnout

Stress in seiner schädlichen Form entsteht vor allem dann, wenn die betroffene Person die Stressoren und ihre Auswirkungen als negativ erlebt oder bewertet. Die Situationen werden als anstrengend und belastend erfahren, als Energie zehrend und sinnlos.

Bleiben der erwünschte Erfolg und die Anerkennung, Gefühle von Zufriedenheit und Glück aus, kehrt der Organismus hinterher nicht in einen erholsamen Entspannungszustand zurück. Es bleibt ein unbefriedigtes Spannungsgefühl, das zu Ärger und Enttäuschung, Hilflosigkeit und Entmutigung führen kann. Treten diese Erfahrungen häufiger auf, schwinden Lebensmut und Tatenkraft zunehmend. Mehr und mehr fühlen sich die Menschen überfordert, ausgebrannt, leer.

Das Burnout-Syndrom: Völlige Antriebslosigkeit, Depression, Rückzug, Isolation können die Folge sein, aber auch Aggression, Wut, Hass, Zynismus. Schlimmstenfalls sehen Betroffene nur noch im Suizid einen Ausweg.

Die Entscheidung: Wann ist professionelle Hilfe sinnvoll?

Grundsätzlich gilt: Wenn die Belastungssymptome häufig und über mehr als vier Wochen lang auftreten, nicht von selbst nachlassen oder sich gar noch verstärken, sollten Betroffene auf jeden Fall baldmöglichst medizinischen Rat einholen. Rechtzeitig erkannt lassen sich irreversible Schädigungen oder chronische Beeinträchtigungen meist gut verhindern. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können sie dann auch entscheiden, ob eventuell ein Kuraufenthalt zur Regeneration oder eine psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sind.
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