Wer kennt sie nicht, die drei Nonnen im gotischen Spitzbogen, die auf der Natur-Arznei Klosterfrau Melissengeist ...
Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Reiseapotheke

Niemand denkt gerne an Krankheiten, wenn man mit dem Kopf schon längst am Meer oder in den Bergen ist. Doch einige Überlegungen sollte einem die Reiseapotheke trotzdem vor Abfahrt wert sein. Wer länger und vor allem, wer mit Kindern in den Urlaub aufbricht, ist gut beraten, eine möglichst klug ausgestattete und gegebenenfalls auch kindergerechte Reiseapotheke mit sich führen. Dabei lautet die Devise: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Alle mitgeführten Mittel sollen in erster Linie leichtere Beschwerden bessern bzw. Bagatellverletzungen lindern. Bei länger anhaltenden Krankheitssymptomen muss auch im Urlaub der Arzt konsultiert werden.

Chronisch Kranke oder Menschen, die regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen müssen, sollten ggf. mit Hilfe des behandelnden Arztes ausrechnen, wie groß die Menge der mitzuführenden Medikamente sein soll und darüber hinaus jeweils eine kleine Reserve einplanen.

Gängige Medikamente, wie Schmerzmittel, sind in Urlaubsländern oft günstiger als zu Hause. Allerdings sollte man darauf achten, auch in fremden Ländern nur bekannte Arzneimittelmarken in der Apotheke zu kaufen und sich ggf. vom Apotheker die Tagesdosis aufschreiben zu lassen.

TIPP: Alle in der Reiseapotheke enthaltenen Medikamente auf ihr Ablaufdatum hin überprüfen – nicht selten finden sich in Reiseapotheken Arzneien, die schon vor Jahren entsorgt gehört hätten. Man hat sie – Gott sei Dank – nie gebraucht.

Was gehört hinein

  • Medikamente gegen Reisekrankheit
  • Tabletten gegen Schmerzen und Fieber
  • Erkältungspräparate, wie z.B. Hustensaft, Halsbonbons
  • Medikamente gegen Magenbeschwerden
  • Durchfallmedikamente plus ein Präparat zum Ersatz von Mineralstoffen
  • Präparat gegen Verstopfung
  • Sonnen- und Mückenschutzmittel
  • Präparate zur Linderung eines Sonnenbrandes, gegen Sonnenallergie und Sonnenbrand
  • Wundsalbe
  • Mittel zur Wunddesinfektion
  • Mittel gegen Juckreiz und Insektenstiche
  • Fußpilz-Spray oder Creme
  • Creme gegen Lippenbläschen
  • Augentropfen (Sonne, Wind und Sand führen häufig zu Bindehautentzündung)
  • Verbandszeug
  • Mullbinden, elastische Binden, Verbandpäckchen, Pflaster
  • Fieberthermometer
  • Pinzette
  • Schere
TIPP: Verstauen Sie Ihre Reiseapotheke in einem geeigneten Behälter, damit Sie im Falle eines Falles nicht lange danach suchen müssen. Denken Sie auch daran, dass viele Arzneimittel hitzeempfindlich sind; die Hutablage Ihres Autos ist also nicht der geeignete Aufbewahrungsort für Ihre Reiseapotheke.

Häufige Gesundheitsprobleme auf Reisen

Hygiene

Achten Sie vor allem in sehr heißen Ländern auf die eigene Körperhygiene. Waschen Sie so oft es geht die Hände (Feuchtigkeitstücher sind hier hilfreich, in Apotheken gibt es auch spezielle Handwaschgels), duschen Sie, so weit möglich, mehrmals täglich und wechseln Sie in den Tropen auch tagsüber mehrfach die Kleidung. Wichtig ist auch bequemes, luftiges Schuhwerk. Vermeiden Sie Barfuß laufen an unbekannten tropischen Sandstränden, springen Sie nie von Klippen ins Wasser, wenn Sie nicht wirklich wissen, wie tief es ist. An flachen Felsenküsten können sich zudem Seeigel, spitze Steine oder scharfe Muscheln im flachen Wasser befinden. Tritt man darauf, ist es mit der Urlaubsfreude schnell vorbei.

Swimmingpools von Hotels sind mitunter wahre Bakterienzuchtstätten. Achten Sie darauf, dass diese täglich einer gründlichen Reinigung unterzogen werden und auch der Chlorgehalt im Wasser gemessen wird (in guten Hotels findet die Poolreinigung fast immer in den frühen Morgenstunden statt). Flussmündungen und verunreinigte Strände sind nicht zum Baden geeignet. Grundsätzlich gilt: Nach dem Baden immer mit Süßwasser abduschen, danach den Körper wieder gut mit Sonnenschutzmittel mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor eincremen.

Wer Urlaub in den Bergen oder im Binnenland macht sollte bei Wanderungen grundsätzlich auf den Genuss von unbekannten Beeren, Pilzen oder Nüssen verzichten. Denn nur wer hundertprozentig sicher ist, die Pflanzen auch zu kennen, kann sie ungestraft genießen. Mitunter genügen schon kleinste Mengen einer giftigen Pflanze, um schwere Vergiftungen auszulösen.

Reisekrankheit

Wer unter Reisekrankheit leidet, weiß, dass vor den schönen Tagen erst mal Übelkeit, Schwindelgefühle und Erbrechen auf einen warten. Der Reisekrankheit kann man jedoch gut vorbeugen, indem man am Tag vor Reiseantritt fette, scharf gewürzte oder schwer im Magen liegende Speisen meidet und auf Alkohol oder übermäßig viel Kaffee verzichtet. Zudem sollte man ca. eine Stunde vor Reiseantritt eine Reisetablette zu sich nehmen.
Ein weiterer Punkt ist die Platzwahl im jeweiligen Transportmittel. Denn für "Reisekranke" gibt es günstige und ungünstige Plätze:
  • Busse schaukeln vor allem auf den hinteren Plätzen. Plätze im Vorderteil des Fahrzeugs, möglichst mit Blick aus der Frontscheibe sind daher besser
  • Auch im Auto ist ein Vordersitz angesagt. Schwierig wird das bei Kindern, die schon per Gesetz auf die Rücksitze gehören. Manche Menschen leiden übrigens nicht, solange sie selbst fahren
  • Flugzeuge sind generell über den Tragflächen am ruhigsten
  • Schiffe gelten im mittleren Teil als relativ schaukelfrei. Wer leicht seekrank wird, sollte das Vorderdeck meiden, da hier die Bewegungen des Schiffes besonders deutlich spürbar sind
  • Wer mit dem Zug fährt, sollte stets einen Sitzplatz in Fahrtrichtung bevorzugen
  • Dem Gleichgewichtssystem immer einen festen Punkt zur Orientierung bieten, zum Beispiel mit den Augen einen Punkt in der Ferne fixieren. Ganz wichtig: Folgen Sie mit den Augen niemals schnell vorbeiziehenden Gegenständen.

Durchfall / Montezumas Rache

Gefürchtet und anscheinend in manchen Ländern unumgänglich: Etwa 50 % aller Urlauber in warmen Regionen machen mit Durchfallbeschwerden Bekanntschaft. Fast immer sind Bakterien die Ursache, die man mit verunreinigtem Wasser oder Speisen zu sich nimmt.
Eine einfache Handlungsrichtlinie zur Vermeidung dieser lästigen Erscheinung gibt auch heute noch der Rat „Peel it, cook it or leave it” aus den Zeiten des britischen Empires. Entsprechend sollte man nachstehende Tipps beachten:

Auf Leitungswasser verzichten, evtl. auch zum Zähneputzen Mineralwasser verwenden
  • Fleisch, Fisch und Meerestiere nur "gut durch" essen
  • Gemüse nur gegart essen
  • Obst nur geschält zu sich nehmen
  • Auf Eiswürfel, offenes Speiseeis und Desserts mit Sahne oder Milch verzichten
  • Milch nur im abgekochten Zustand zu sich nehmen (besonders wichtig für Kinder!)
  • Rohkost, Dressings oder Mayonnaisen unbestimmter Konsistenz vermeiden
Lässt sich der Durchfall dennoch nicht vermeiden, so ist unbedingt darauf zu achten, dass neben dem Flüssigkeitsverlust auch die ausgeschwemmten Mineralstoffe wieder ersetzt werden. Dabei helfen so genannte isotonische Getränke. Als optimales isotonisches Getränk bezeichnet der Deutsche Sportbund die Apfelsaftschorle (1/3 Saft, 2/3 natriumreiches Mineralwasser). Sie versorgt den Körper mit ausreichend Energie durch Zucker, Salze und Mineralstoffe.

Wann zum Arzt im Urlaub?

Leichte körperliche Beschwerden sind vor allem bei Fernreisen nichts Ungewöhnliches. Lassen Sie Ihrem Körper deshalb Zeit, sich zu akklimatisieren.

Auch die Anpassung an andere Zeitzonen, Klimaverhältnisse und fremde Nahrungsmittel kann manchmal zu leichtem Unwohlsein führen, ohne jedoch einen Krankheitscharakter zu haben. In der Regel bilden sich diese Beschwerden nach einer Phase der Eingewöhnung, Ruhe und Entspannung schnell zurück.

Verstopfung/Obstipation

Schon die Umstellung des Lebensrhythmus kann sich  „lähmend“ auf den Darm auswirken. Man sollte, wenn man zu diesen Problemen neigt, auf Folgendes achten:
  • Ballaststoffreiche Ernährung
  • Regelmäßiges Darmentleeren
  • Mindestens 2 Liter pro Tag an Trinkflüssigkeit
Lässt sich die Darmträgheit dennoch nicht regulieren, so kann man kurzfristig zu einem leichten Abführmittel greifen.
Unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten Sie jedoch,
wenn
  • Durchfälle Blutbeimengungen aufweisen, oder länger als drei Tage andauern
  • sich Fieber einstellt
  • starke Darmkrämpfe auftreten
Im Zweifelsfall gilt: Lieber den Arzt einmal zu früh, als einmal zu spät aufsuchen!

Sonnenbrand

Lassen Sie es langsam angehen – wer von der ersten Stunde des Urlaubs in der Sonne buchstäblich „brät“, braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Haut diese Torheit mit einem schweren Sonnenbrand betraft. Bräunen unter dem Sonnenschirm dauert zwar etwas länger, dafür bekommt man garantiert keinen Sonnenbrand und die Bräune hält auch länger.

Hier die wichtigsten Tipps für ein entspanntes Sonnenbad:
  • Intensive Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr möglichst meiden
  • Augen mit einer Sonnenbrille und Kopf mit Hut oder Tuch schützen
  • Sonnenschutzpräparate auf den eigenen Hauttyp und den Aufenthaltsort (Meer, Hochgebirge etc.) abstimmen
  • Nasenrücken, Lippen, Schultern, Hand- und Fußrücken zusätzlich schützen
  • Sonnenschutzmittel 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen
  • Nach dem Bad im Meer duschen und sich erneut eincremen
  • Bei Sonnenbrand sofort die Sonne verlassen und mit Tüchern die verbrannte Haut kühlen (auch ein feuchtes T-Shirt leistet hier gute Dienste)
  • Bei Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel sollte der Arzt hinzugezogen werden, da dann der Verdacht auf einen Sonnenstich besteht.

Impfbestimmungen

Vor vielen Infektionskrankheiten kann man sich durch Impfungen schützen. Welche Schutzimpfungen angezeigt sind, hängt vom Reiseziel und der Art der Reiseunternehmung ab (Hotelgast oder Trekkingtourist). Da die verschiedenen Impfungen Zeit in Anspruch nehmen, sollten Sie sich sechs Wochen vor Ihrem Reisetermin bei Ihrem Arzt, dem Gesundheitsamt oder einer tropenmedizinischen Beratungsstelle erkundigen und sich einen gezielten Impfplan aufstellen lassen.

Ganz unabhängig vom Ziel sollte eine bevorstehende große Reise Anlass dazu sein, Schutzimpfungen gegen Infektionskrankheiten zu überprüfen und diejenigen zu ergänzen, die auch in heimischen Gefilden von Bedeutung sind: wie Tetanus (Wundstarrkrampf), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Diphtherie sowie - je nach Region – die Impfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, eine durch Zeckenstich übertragene Gehirn- und Gehirnhautentzündung). Für diese Impfungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Die Impfungen für Urlaubsreisen ins Ausland werden zwar im Allgemeinen nicht von den Kassen übernommen, doch wiegen die Kosten meistens kaum mehr als ein Prozent der Gesamtkosten einer Fernreise. Zu den typischen Reiseimpfungen gehören Schutzimpfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A und B, Typhus und Cholera.

Gelbfieber

Als einzige Reiseimpfung ist die Schutzimpfung gegen Gelbfieber verpflichtend. Manche Länder verlangen sie bei der Einreise aus Seuchengebieten. Das Gelbfiebervirus wird von Mücken (Aedes aegypti) übertragen, deren Ausrottung in den tropischen Ländern noch nicht vollständig gelungen ist. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sechs Tage. Plötzliches Fieber, Muskel-, Kopf- und Kreuzschmerzen, Übelkeit und Erbrechen u. a. sind die ersten Symptome, in der zweiten Phase kann es zu Leber- und Nierenversagen kommen und damit zum Tod. Immerhin sterben 20 bis 50 Prozent der Erkrankten. Empfohlen wird die Schutzimpfung allen Reisenden, die in Ländern, in denen Gelbfieber vorkommt (z. B. Zentralafrika oder der Norden Südamerikas), Gebiete außerhalb der großen Städte besuchen wollen.

Hepatitis A

Das Hepatitis-A-Virus  - übrigens hitzebeständig - wird über verunreinigtes, infiziertes Wasser oder über Lebensmittel aufgenommen. Zwei bis sechs Wochen nach Übertragung stellt sich ein allgemeines Krankheitsgefühl ein, das mit Schmerzen im rechten Oberbauch, später dann mit einer Gelbsucht verbunden sein kann. Bis zur Gesundung können viele Wochen vergehen.
Da gerade Reisende aus Industrieländern für eine Infektion mit dem Hepatitis-A-Virus anfällig sind, sollten sie nach Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation vor Reisen in Gebiete außerhalb Australiens, Kanadas, Westeuropas, Japans, Neuseelands und der USA geimpft werden.

Hepatitis B

Das Hepatitis-B-Virus kann beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Virusträgern, aber auch durch infiziertes Blut übertragen werden. Die Folgen können schwerwiegend sein: Etwa 10 Prozent der Betroffenen entwickeln eine chronische Hepatitis und laufen damit Gefahr, Leberkrebs zu bekommen. Die Hepatitis B ist vor allem in ganz Afrika, weiten Teilen Südamerikas, in Osteuropa, im östlichen Mittelmeergebiet, in Südostasien, China und auf den pazifischen Inseln mit Ausnahme von Australien, Neuseeland und Japan verbreitet. Eine Impfung wird denjenigen empfohlen, die häufig in diese Länder reisen, die in diesen Ländern engen Kontakt mit Virusträgern haben oder sich eventuell einer medizinischen oder zahnmedizinischen Behandlung unterziehen müssen.

Cholera und Typhus

Gelangen Cholerabakterien (Vibrio cholerae) über verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel in den Darm, so stellen sich innerhalb weniger Stunden bis Tage schwere Durchfälle mit Leibschmerzen und Erbrechen ein, die vor allem durch den Flüssigkeitsverlust gesundheitsgefährdend sind. Sie bedürfen alsbaldiger Behandlung, unbehandelt kann Cholera zu Nierenentzündung und Sepsis führen.

Eine Cholera-Schutzimpfung ist für Rucksack- und Trekkingtouristen sinnvoll, sofern sie abgelegene Gebiete Südamerikas, Afrikas (vor allem: Simbabwe und angrenzende Länder) und Ostasiens erkunden möchten. Auch Typhusbakterien (Salmonella typhi) werden durch infizierte Nahrungsmittel und Wasser übertragen, aber auch durch direkten Kontakt mit Erkrankten. Ein bis drei Wochen nach der Ansteckung bricht die Krankheit aus; die ersten Anzeichen sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und ständig steigende Temperatur: das Fieber steigt auf 39 bis 41 Grad, der Betroffene fühlt sich schwer krank. Ab der dritten Krankheitswoche tritt erbsbreiartiger Durchfall auf. Komplikationen können tödlich verlaufen. Die Typhus-Impfung ist bei Personen angezeigt, die unter schlechten hygienischen Bedingungen reisen. Cholera und Typhus sind meldepflichtige Infektionskrankheiten.

Malaria

Malaria wird durch den Stich der Anophelesmücke übertragen, welche dabei den Malaria-Erreger, ein Parasit, auf den Menschen als Zwischenwirt ablegt. Die charakteristischen Symptome der Malaria sind periodische Fieberanfälle mit Schüttelfrost und Schweißausbrüchen. Der erste Fieberanfall kann sich dabei auch erst mehrere Wochen nach dem Stich einstellen. Schwere Malariaformen können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Vor einer Reise in Malariagebiete sollten Sie sich ausführlich über die persönlichen Schutzvorkehrungen gegen den Stich der Anopheles (Moskitonetz!) informieren. Abhängig vom Reiseziel werden unterschiedliche Medikamente zur Malariavorbeugung empfohlen; nehmen Sie die Medikamente streng nach den Anweisungen Ihres Arztes ein.
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