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Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Die Erklärung: Was ist Wetterfühligkeit?

Die Bezeichnung „Wetterfühligkeit“ kennt nahezu jeder – sie jedoch näher zu erklären, fällt vielen recht schwer. Die meisten verbinden mit der Meteoropathie, so die Fachbezeichnung, zunächst die typischen Symptome, die damit verbunden sind: Kopfschmerzen, Migräne, Müdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Muskelziehen, Gelenkschmerzen oder Gereiztheit. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung geben an,
wetterfühlig zu sein.
Doch was ist Wetterfühligkeit nun genau und wie kommt es zu diesen Symptomen?
Generell versteht man unter Wetterfühligkeit die Anfälligkeit, sich von Wetterveränderungen und bestimmten Klimaerscheinungen beeinflussen zu lassen, was sich in verschiedenen körperlichen und psychischen Befindlichkeitsstörungen ausdrücken kann.
Wetterfühligkeit selbst ist kein spezifisches Symptom, sondern ein mehr unspezifisches Krankheitsbild, bei dem Störungen im vegetativen Nervensystem zu vielfältigen Symptomen führen können. Über die genauen Hintergründe sind sich Forscher noch nicht einig. Was jedoch sehr wesentlich ist und für viele Betroffene enorm entlastend: Wetterfühligkeit ist gewiss nicht eingebildet!

Die Unterschiede: Wetterreaktion, Wetterfühligkeit, Wetterempfindlichkeit

Nicht jede Reaktion auf das Wetter zählt in die Kategorie Wetterfühligkeit. Mediziner unterscheiden drei verschiedene Formen, wie uns das Wetter beeinflussen kann:

Wetterreaktion:

Ausnahmslos alle Menschen reagieren auf Wetterveränderungen, da der Organismus die Körpertemperatur bei 37 Grad Celsius halten muss. Kommt es zu Klimaveränderungen im Außen, schafft das vegetative Nervensystem im Inneren einen entsprechenden Ausgleich.

Zu den Wetterreaktionen zählt man daher alle normalen Anpassungsreaktionen des Körpers an witterungsbedingte Veränderungen, die jedoch nicht krank machen.

Wetterfühligkeit:

Reagieren ansonsten gesunde Menschen mit körperlichen oder psychischen Beschwerden auf Klimaveränderungen, spricht man von Wetterfühligkeit. Sie spüren die Veränderungsreaktionen ihres Körpers besonders deutlich und leiden meist auch darunter.

Frauen sind häufiger betroffen, da sie eine dünnere Haut und andere Fettschichten haben als Männer, so dass ihre Hautrezeptoren schneller in Resonanz gehen.

Wetterempfindlichkeit:

Im Unterschied zu den Wetterfühligen haben wetterempfindliche Menschen bereits Vorerkrankungen, die sich durch den Wetterwechsel verstärken. Meist sind es Herz-Kreislauf-Beschwerden, Migräne, Asthma oder Rheuma. Durch die Wettereinflüsse intensivieren sich bereits vorhandene Symptome oder es treten zusätzliche auf. So sind beispielsweise Herzpatienten beim Wechsel von Hitze zu Kälte gefährdet, da sich mit der Temperatur auch die Beschaffenheit des Blutes verändert.

Die Ursachen: Wie es zu Wetterfühligkeit kommt

Menschen, die wetterfühlig reagieren, sind meist generell Außeneinflüssen gegenüber empfindlicher. Hektik, Stress, Unausgeglichenheit, ungesunde Ernährung, Konkurrenz und viele andere Aspekte unserer modernen Lebensweise aber auch Traumen oder Hochsensibilität machen das Nervensystem empfindlicher und lassen es sensibler auf Stressreize reagieren. So ist in der Folge auch die Reizschwelle des vegetativen Nervensystems klimatischen Veränderungen gegenüber herabgesetzt. Ein gesunder Mensch nimmt Wetterveränderungen zwar wahr, entwickelt aber keine körperlichen oder psychischen Beschwerden.

Weiterhin gibt es bestimmte Klimabedingungen, die verstärkt Wetterbeschwerden auslösen. In erster Linie sind das extreme Temperaturen, nass-kaltes Wetter sowie starke Wechsel von Hitze auf Kälte oder umgekehrt. Im Sommer 2003 kam es beispielsweise im Zuge einer Hitzeperiode zu einem stärkeren Anstieg der Todesrate. Allerdings können Menschen ebenso bei schönem Wetter und eigentlich stabiler Wetterlage beeinflusst werden. Daher gehen Fachleute heute davon aus, dass Belastungsreaktionen vor allem auf das gesamte Zusammenspiel, die Summe verschiedener Wetterfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, Sferics (elektromagnetische Gewitterimpulse), Druckschwankungen, UV- und Infrarotstrahlen, aber auch Pollenflug und Umwelteinflüsse sowie persönlicher Dispositionen zurückzuführen sind. Die genauen Zusammenhänge konnten aber bisher noch nicht geklärt werden.

Individuelle Reaktionen: Wetter ist nicht gleich Wetter ...

… und Mensch nicht gleich Mensch. Daher wirken sich verschiedene Wetterlagen äußerst unterschiedlich auf uns aus, was Vorhersagen nur sehr vage möglich macht. Die Wettereinflüsse sind sehr unspezifisch und stören in erster Linie die allgemeine Regulation des Körpers – mit individuellen Auswirkungen und Beschwerden. Daher ist es nicht möglich, gezielte Vorhersagen zu machen und Tipps zu geben wie: „Morgen steigt der Blutdruck. Herzpatienten sollten besonders vorsichtig sein.“ So können die Hinweise, die man unter dem „Biowetter“ in der Zeitung oder im Internet findet, nur einen ungefähren Anhaltspunkt geben – doch jeder Mensch ist gefordert, sich selbst und seine Reaktionsweisen besser wahrzunehmen und verantwortlich auf sich zu achten.
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Die Symptome: Wie sich Wetterfühligkeit zeigt

Typische und am häufigsten vorkommende Symptome bei Wetterfühligkeit sind:
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Abgeschlagenheit, Benommenheit, Müdigkeit
  • Gereiztheit, Nervosität, Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen
  • Schwellungen (Ödeme)
 
Die Symptome lassen sich in drei Hauptgruppen unterteilen:
  • Störungen physiologischer Funktionen: In diesen Bereich fallen die meisten vegetativ-nervösen Beschwerden, die sich beispielsweise über Störungen des Blutdrucks oder der Hautdurchblutung messen lassen.
  • Lokalisierte Schmerzzustände: Zu dieser Gruppe zählen Beschwerden des rheumatischen Formenkreises wie Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat, Narbenschmerzen oder stärkeres Schmerzempfinden bei Verletzungen.
  • Vom zentralen Nervensystem gesteuerte Störungen: Zu diesen Symptomen gehören zum Beispiel Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmungen, erhöhte Reizbarkeit, Schlafstörungen und Mattigkeit.

Die Wechselwirkungen: Körpersymptome und Wetter

Ein paar Beispiele, wie der Körper auf Wettereinflüsse oftmals reagiert:
  • Druckschwankungen: Schwankungen des Luftdrucks in der Atmosphäre belasten überwiegend den Kreislauf, können zu Schwindel, Benommenheit oder Blutdruckstörungen führen.
  • Feucht-warmes Klima: Wetterfühlige reagieren auf dieses Klima vermehrt mit Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.
  • Föhn: Die Nebennierenrinde stößt mehr Adrenalin aus, Puls und Blutdruck erhöhen sich. Es kommt zu Stressreaktionen wie Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen oder Reizbarkeit. Depressive fühlen sich jedoch oft besser.
  • Gefühlte Temperatur: Hitze alleine muss noch keine Reaktion hervorrufen. Entscheidend ist vermutlich die individuell gefühlte Temperatur, die auch Faktoren wie Luftbewegungen, Kleidung oder Aktivität einschließt.
  • Herzbeschwerden: Probleme mit dem Herzen treten auf bzw. verstärken sich häufig bei starkem Wechsel zwischen Hitze und Kälte. Ursache ist die Veränderung der Blutkonsistenz mit der Temperatur.
  • Kälte: Die Blutgefäße ziehen sich zusammen, der Blutdruck steigt. Das Risiko, einen Infarkt, Schlaganfall oder eine Thrombose zu bekommen, steigt für Bluthochdruckpatienten.
  • Nass-kaltes Wetter: An kühlen, verregneten Tagen sind vor allem Menschen mit Gelenkschmerzen, Fibromyalgie und Blutdruckbeschwerden betroffen.
  • Niedriger Blutdruck (Hypertonie): Macht häufig generell wetterfühliger, was sich vor allem in Müdigkeit und Nervosität äußert.
  • Ödeme: Wassereinlagerungen und damit verbundene Schwellungen und Schmerzen treten besonders in feucht-heißem Klima auf. Bevorzugte Körperregionen sind Füße, Beine, Hände und Gesicht.
  • Temperaturschwankungen: Der Mensch kann generell Kälte besser regulieren als übermäßige Hitze.

Die Entscheidung: Wann ist professionelle Hilfe sinnvoll?

Grundsätzlich ist Wetterfühligkeit nicht bedrohlich, wenn für Betroffene doch oftmals sehr unangenehm. Sie sollten die Hintergründe jedoch besser ärztlich abklären lassen, um sicherzugehen, dass keine andere Erkrankung vorliegt. Menschen, die sich durch Wettereinflüsse stark gesundheitlich eingeschränkt fühlen, ist die Konsultation eines Arztes unbedingt zu empfehlen. So können mögliche andere Krankheitsgeschehen im Körper erkannt bzw. ausgeschlossen und eine individuelle Therapie und Vorsorge eingeleitet werden. Nicht auskurierte Erkältungskrankheiten oder psychische Dauerbelastungen können beispielsweise das Immunsystem stören und die Reizschwelle für Wetterveränderungen herabsetzen. Wichtig ist in beiden Fällen, dass sich die Betroffenen selbst gut beobachten – das kann wertvolle Hinweise für die Verbesserung des Wohlbefindens geben.
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