Wer kennt sie nicht, die drei Nonnen im gotischen Spitzbogen, die auf der Natur-Arznei Klosterfrau Melissengeist ...
Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Alant

Die in der Volksheilkunde häufig verwendete Pflanze trägt je nach Region unterschiedliche deutsche Namen. Dazu zählt Altkraut, Brustalant, Darmkraut, Darmwurz, Edelwurz, Glockenwurz, Helenkraut, Odinskopf und Schlangenkraut.

Die  botanische Artbezeichnung helenium spielt  auf zwei Legenden der Antike an. Nach der einen soll Helena, bevor sie von Paris nach Troja entführt wurde, ihre Hände mit den Blüten dieser Pflanze gefüllt haben. Nach der anderen Legende wuchs die Pflanze dort, wo Helenas Tränen den Boden benetzten.
Alant

Wissenswertes

Der Alant gehört zu den Pflanzen, die in den Weihebusch eingebunden werden, der an Maria Himmelfahrt, dem 15. August zur Kräuterweihe gebracht  wird. Je nach Region wurden verschieden viele Kräuter mit eingebunden. Typische Kräuter neben Alant sind Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Scha fgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und verschiedene Getreidearten. In manchen Regionen werden in den  Kräuterweihebusch so viele Alantblüten eingebunden, wie Menschen, Kühe und Pferde auf dem Hof lebten. Der aus diesen geweihten Kräutern gebundene Kräuterweihebusch sollte besonders heilsam sein. Krankem Vieh wurden geweihte Kräuter unter das Futter gegeben oder man warf zum Schutz vor Blitzschlag bei Gewitter Kräuter davon ins offene Feuer.

Vorkommen und Verbreitung

Ursprünglich stammt Alant aus Asien (Kleinasien bis Zentralasien) und  gehörte früher in jeden Bauerngarten. Heute ist er jedoch noch in den Bauerngärten  im Gebirge verbreitet und ansonsten weitgehend in Vergessenheit geraten.  Angebaut wird er heute in Deutschland, Holland und auf dem Balkan.

Vegetative Merkmale

Der Alant ist eine mehrjährige krautige Pflanze, welche bis zu 1,80 m groß werden kann. Alant besitzt auffällige gelbe Blütenköpfe, die ein wenig Arnika ähnlich sehen. Die Blütenköpfe erscheinen von Juli bis September. Die  bis zu 50 cm langen Laubblätter sind fein gezahnt, derb und an der Unterseite mit Filzhaaren besetzt. Der starke Wurzelstock hat einen aromatischen Geruch. Er enthält viel Inulin, ein dem Fruchtzucker ähnliches Kohlenhydrat.

Verwendeter Pflanzenteil / Anwendung

Von der Heilpflanze wird der getrocknete und geteilte Wurzelstock benutzt. Der Hauptwirkstoff hierbei ist Helenin. Andere Wirkstoffe sind ätherisches Öl (bis 3%), Inulin (bis 40%), Bitterstoffe in Form von Sesquiterpenlactonen und Zucker.

Wirkung

Alant wirkt bei Appetitlosigkeit, Asthma und chronischer Bronchitis. Er wirkt Leber anregend und bei Wechseljahresbeschwerden.
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