Wer kennt sie nicht, die drei Nonnen im gotischen Spitzbogen, die auf der Natur-Arznei Klosterfrau Melissengeist ...
Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Arnika

Arnika

Wissenswertes

Arnika (Arnica montana) wird unter anderem auch als Bergwohlverleih, Engelblume, Bergwurzblumen, Bergwurzelblumen, Engelkraut, Gamsblumen oder Fallkrautblumen bezeichnet.

Vorkommen und Verbreitung

Arnika gehört zu der Familie der Korbblüter (Asteraceae) und ist in Europa bis Mittelasien verbreitet. Auf Wiesen und Heiden mit nährstoff- und kalkarmen, sowie sauren Böden gedeiht sie am besten. Die Pflanze ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 01.02.2001 geschützt. Die Qualität von Arnika wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Vegetative Merkmale

Arnika ist eine mehrjährige Pflanze. Sie ist eine krautige Staude, die bis zu 60 cm hoch wird. Der Stängel ist aufrecht und behaart, in dessen oberen Teil entspringen zwei Seitentriebe, diese und der Haupttrieb tragen Blütenkörbchen. Die Blüten (Arnica flos) sind dunkelgelb, haben zungenförmige Blüten am Rand und röhrenförmige Scheibenblüten. Die Blätter der Arnika sind flach am Boden liegend, umgekehrt eiförmig, ganzrandig und behaart. Die Unterseite besitzt kräftige Längsnerven. Die Früchte der Arnika sind bis zu 1cm lang, schwach gefurcht und vierkantig. Die Blütezeit befindet sich im Juni bis Juli.

Verwendeter Pflanzenteil / Anwendung

Arnika kann im Ganzen oder zerkleinert, als Pulver für Aufgüsse oder in flüssiger Form zur äußerlichen Anwendung eingesetzt werden. Am besten eignet sich eine zum Teil aus Arnikablüten und Ethanol hergestellte Tinktur. Früher in Teemischungen, wird Arnika heute nicht mehr so oft als Tee angewendet.

Die mittlere Tagesdosis beträgt jeweils: bei Aufgüssen etwa 2 g der Droge auf 100 ml Wasser; bei Tinkturen für Umschläge eine 3-10-fache Verdünnung mit Wasser und bei Tinkturen für Mundspülungen eine 10-fache Verdünnung.

Arnika ist für die äußere Anwendung zugelassen. Es ist klinisch belegt, dass Arnika für die äußere Behandlung von Verletzungen wie Blutergüsse, Prellungen, Verstauchungen, Quetschungen, Verbrennungen (auch Sonnenbrände) oder rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden geeignet ist. Andere Anwendungsgebiete sind bei Windeldermatitis, Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, entzündliche Prozesse als Folge von Insektenstichen u.s.w. In der Homöopathie werden die getrockneten unterirdischen Teile der Pflanze verwendet. Dabei werden diese bei Blutungen angewendet.
Inhaltsstoffe:

Inhaltsstoffe:

  • Sesquiterpenlactone (Helenalin)
  • Ätherisches Öl
  • Flavonoide (Quercetin)
  • Phenolcarbonsäuren
  • Cumarine

Wirkung

Arnika ist schmerzlindernd bei Entzündungen, Entzündungshemmend, antiseptisch, vor allem gegen gram-positive Erreger, durchblutungsfördernd und haut- sowie schleimhautreizend. Der Inhaltsstoff Helenalin (Sesquiterpenlactone) kann durch Bindung an Proteine eine Änderung von deren Aktivität bewirken. Aufgrund dieser und anderer Eigenschaften können diese Arnika-Inhaltsstoffe antibakterielle und entzündungshemmende Effekte haben.
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