Wer kennt sie nicht, die drei Nonnen im gotischen Spitzbogen, die auf der Natur-Arznei Klosterfrau Melissengeist ...
Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Baldrian

Baldrian

Wissenswertes

Bei Baldrian (Valeriana officinalis) handelt es sich um eine sehr alte Arzneipflanze. Der Name „Valeriana“ kommt vom lateinischen „valere“ was gesund bedeutet. Der Name „officinalis“ entstammt dem Wort „Offizin“ und ist ein altes Wort für den Verkaufsraum einer Apotheke. Officinalis bedeutet daher: in Apotheken verwendet.

Hier in Deutschland hat die kardenartige (Dipsacales) Pflanze viele Namen: Echter Baldrian, Gemeiner Baldrian, Gebräuchlicher Baldrian, Großer Baldrian, Arzneibaldrian, Arznei-Baldrian, Katzenbaldrian, Wiesenbaldrian, Balderjahn, Hexenkraut, Katzenkraut, Waldspeik, Stinkbaltes. Baldrian gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Schon vor über 1000 Jahren war der Baldrian (Valeriana officinalis) in Deutschland und Europa eine geschätzte Heilpflanze und ist es bis heute. Wohl auch wegen des eigentümlichen Geruches wurde die Pflanze bis in die Neuzeit hinein nicht nur medizinisch angewendet - Es wurden ihr viele mystische Wirkungen nachgesagt.

Vorkommen und Verbreitung

Die Gattung der Baldriangewächse ist in den gemäßigten Zonen Europas, Asiens, Afrikas und Amerikas weit verbreitet. Sie ist hauptsächlich in den Waldregionen Europas, zum Teil auch in Nordamerika und den Tropen Südamerikas beheimatet. Außerdem gibt es auch eine rein indische Art: Valeriana wallichii. Auch als Zierpflanze eignen sich einige Baldrian-Arten.

Verwendeter Pflanzenteil / Anwendung

In der Medizin wird die Wurzel des Baldrians verwendet, nachdem sie getrocknet wurde. Die Pharmazeutische Bezeichnung: Valerinanae radix , bedeutet Baldrianwurzel. Die Anforderungen an die Qualität der Baldrianwurzel werden durch das europäische Arzneibuch (Ph.Eur.) geregelt.

Baldrianwurzel wird bei Nervosität, Unruhe sowie Einschlafstörungen und allgemeinen Schlafstörungen verwendet. Baldrian ist ein pflanzliches Beruhigungsmittel/ Schlafmittel, ohne Abhängigkeitspotential.

Baldrian kann als Tee, Tinktur oder Pulver eingesetzt werden. Auch in Kombination mit anderen pflanzlichen Extrakten, wie Melisse, Hopfen oder Weißdorn wird Baldrian gerne verwendet, da sich die Effekte gegenseitig verstärken.

Baldrian kann ebenfalls für Bäder verwendet werden. Dem Badewasser zugefügt, hat die Wurzel eine beruhigende Wirkung und löst Muskelverspannungen. Baldrian wird in der Volksmedizin schon seit Jahrhunderten als krampflösendes Mittel bei allen krampfartigen Erkrankungen angewendet.
Inhaltsstoffe:

Inhaltsstoffe:

  • Iridoide (Valepotriate)
  • Ätherisches Öl (Mono- und Sesquiterpene)
  • Schwer flüchtige Sesquiterpencarbonsäuren
  • Mono- und Diepoxylignane
  • freie Fettsäuren
  • aromatische Carbonsäuren
  • Alkaloide vom Monoterpentyp

Wirkung

Die Wirkung von Baldrian ist auf eine Interaktion mit Nervenzellen, die einen hemmenden Botenstoff im Nervensystem ausschütten, zurückzuführen. Anhand von klinischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass durch die Wirkung an den so genannten A1 Rezeptoren im Gehirn positive Effekte an Einschlafzeit und Schlafqualität erzielt werden können. Bei Einnahme über mehrere Wochen lindert Baldrian demnach wirksam Schlafstörungen und nervöse Zustände.
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