Wer kennt sie nicht, die drei Nonnen im gotischen Spitzbogen, die auf der Natur-Arznei Klosterfrau Melissengeist ...
Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Melisse

Die Bezeichnung Melisse ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet "Biene". Nach Plinius, dem römischen Gelehrten, der durch sein bedeutendes naturwissenschaftliches Werk Naturalis historia (Naturgeschichte) bekannt wurde (23/24 – 79 nach Christus), liebt die Biene diese Pflanze mehr als alle anderen. Die Melisse wird deshalb seit langem als Bienenfutterpflanze angebaut. Plinius‘ Zeitgenosse Pedanios Dioscurides, der berühmteste Pharmakologe des Altertums, hat die arzneilich verwendete Unterart definiert: "Ihre Blätter duften nach Zitronen".
Melisse

Wissenswertes

Die Heilkraft der Melisse, die schon der berühmte Arzt und Philosoph Paracelsus (1493-1541) als "Gold der Medizin" bezeichnete, wird bereits seit mehr als 2000 Jahren in der Heilkunde verwendet.

Im Handel ist echtes Melissenöl aufgrund des hohen Preises (rund 6000 € pro kg) selten erhältlich.
Weit verbreitet sind dagegen Öle von Citronellgras ("Indische Melisse") oder Lemongras als Ersatzöle oder als Verfälschungen im Einsatz. Dies kann durchaus auch bei billigen Melissengeisten der Fall sein.

Vorkommen und Verbreitung

Ursprüngliche Herkunft: Östlicher Mittelmeerraum, Westasien. Heutige Verbreitung: Mittelmeerraum, Westasien, Mitteleuropa. Gezielter Heilpflanzenanbau als Felder. Gerne auch in Gärten als Gewürzpflanze kultiviert. Aus Gärten verwildert: Wegesränder, Weinberge, alte Gemäuer, zwischen Hecken.

Vegetative Merkmale

Die Melisse ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ca. 25 Jahre alt werden kann. Nach dem Winter und nach jedem Ernteschnitt wachsen von dem ausläuferartigen Rhizom Sprosse nach oben, die zunächst dichtes Laub und danach den reich verzweigten Blütenstand ausbilden. Die normale Wuchshöhe liegt in Abhängigkeit der klimatischen Bedingungen zwischen 20 und 90 cm, selten darüber (bis 120cm). Charakteristisch für die heute vorherrschende, arzneilich verwendete Unterart ist der Duft nach Zitronen, der sich insbesondere verbreitet, wenn man die Blätter mit der Hand leicht zerreibt. (Der anderen gut belegten, aber nicht offizinellen weil unangenehm riechenden Unterart ssp. altissima wird man in Kultur allenfalls in botanischen Gärten begegnen).

Die Blüten sind zu Beginn der Blüte blassgelb, später weiß bis rötlich und stehen zu je 3 bis 7 in den Achseln der oberen Laubblätter.

Verwendeter Pflanzenteil / Anwendung

Von der Heilpflanze werden als Droge die Blätter (Melissae folium) verwendet. Die Blätter enthalten ätherisches Öl. Hauptbestandteile des ätherischen Öls sind: Citronellal, Citral, Caryophyllen sowie weitere Mono- und Sesquiterpene. Weitere in den Blättern enthaltene Wirkstoffe sind: Lamiaceen-Gerbstoffe (z.B.: Rosmarinsäure), Bitterstoffe und Flavonoide.

Wirkung

Den enthaltenen ätherischen Ölen, teilweise auch den Lamiaceen-Gerbstoffen, werden beruhigende, entspannende, antivirale und antimikrobielle Wirkungen zugeschrieben. Hieraus leitet sich das breite Anwendungsspektrum der Heilpflanze von der Unterstützung bei nervlicher Belastung, Einschlafstörungen, Magen-Darmbeschwerden bis hin zu Kreislaufschwäche und Erkältungen ab.

Literatur zur Heilpflanze und deren Inhaltsstoffen

Nur im Original: Die „Kloster-Melisse©“

Bei der "Kloster-Melisse" handelt es sich um eine speziell für die Herstellung von Klosterfrau Melissengeist über Jahre hin selektierte Sorte der Zitronenmelisse (Melissa officinalis). Die Kloster-Melisse zeichnet sich durch einen besonders hohen Ätherisch-Öl-Gehalt aus.

Diese als "Kloster-Melisse" bezeichnete Hochleistungsmelisse wird exklusiv bei Klosterfrau Vertragsbauern nach den europäischen Richtlinien der Good Agricultural Practice (GAP) angebaut.

Um eine optimale pharmazeutische Qualität des eingesetzten Pflanzenmaterials zu gewährleisten, werden seitens Klosterfrau u.a. folgende Punkte zwingend beachtet:
  • Vermehrung der Melissen-Pflanzen ausschließlich über Stecklinge und nicht über Samen
  • Nur so können die hohen Ätherisch-Öl-Gehalte der Pflanzen "vererbt" werden!
  • Die Ernte muss vor der Blütezeit erfolgen.
  • Kurz vor der Blüte ist der Ätherisch-Öl-Gehalt am höchsten. Blüht die Pflanze, wandert ein Teil dieser "Kraft" von den Blättern in die Blüte.
  • Unmittelbar nach der Ernte müssen die Blätter schonend getrocknet werden.
  • Erfolgt dies nicht, verlieren die Blätter rasch an Ätherisch-Öl-Gehalt und damit an Wirkung.
  • Stengelanteile müssen entfernt werden.
  • Die wirksamen Bestandteile der Melisse befinden sich in den Blättern. Bei der Herstellung von Arzneimitteln mit Melisse erfolgt in der Regel die Mengezugabe über eine Gewichtsangabe. Stengelanteile enthalten einerseits keine Wirkstoffe sind aber andererseits deutlich schwerer als Blätter. Somit gleich zwei Faktoren, die sich negativ auf die Wirkung eines Produktes mit Melisse auswirken können.
  • Lagerungszeiten müssen beachtet werden.
  • Selbst bei Beachtung aller vorgenannter Faktoren, büsst die Melisse bei langen Lagerungszeiten an Wirkstoffgehalt ein.

Die zur Herstellung von Klosterfrau Melissengeist verwendeten Melissenblätter entsprechen in allen Spezifikationen der entsprechenden Monographie des Europäischen Arzneibuchs.
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