Was ist das?
Die Bezeichnung Krampfader leitet sich aus der im Mittelalter entstandenen Bezeichnung Krummader ab. Hierdurch charakterisierte man die starke Schlängelung der oberflächlichen Venen.
Entstehung
Primäre Faktoren
• Erbliche Veranlagung zur Venenwandschwäche
• Hormonelle Einflüsse
• Hormonelle Veränderungen und mechanische Behinderung des venösen Blutflusses in der Schwangerschaft
Sekundäre Faktoren
• Übergewicht
• Bewegungsmangel
• Verminderter Blutrückfluss, d.h. Blutstau in den Venen z.B. durch
- Stehende oder sitzende Tätigkeit
- Herzmuskelschwäche
Nach ihrer Form unterscheidet man verschiedene Typen von Krampfadern:
Die Besenreisser-Varizen stellen eine Art "Miniaturkrampfader" dar. Es sind winzige, in der obersten Hautschicht verlaufende kleine Venen. Sie signalisieren die insgesamt vorhandene Venenwandschwäche, stellen aber nur ein kosmetisches Problem dar.
Eine Stammvarikosis liegt vor, wenn die großen Hauptvenen des oberflächlichen Venensystems betroffen sind. Die Venen können bis über Fingerdicke angeschwollen sein. Sie verlaufen dann stark geschlängelt und mit deutlichen Aussackungen. Ist nur ein Teil des oberflächlichen Beinvenensystems betroffen, treten zunächst keine Beschwerden auf. Ist jedoch das tiefe Venensystems beteiligt, so kann es zu ausgeprägten Beschwerden kommen.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Im allgemeinen klagen Venenkranke über Spannungen und Druckbeschwerden in den Beinen, die im Laufe des Tages langsam zunehmen. Infolge des schlechten Blutrückflusses schwellen Knöchel, Füße und Unterschenkel an, und die damit verbundene Dehnung der Haut verursacht Spannungsgefühle. Da sich in den Beinvenen eine größere Blutmenge angesammelt hat, nimmt auch das Gewicht der Beine zu, die dem Betroffenen jetzt schwer und müde erscheinen. Treten die aufgeführten Beschwerden über einen längeren Zeitraum und verstärkt auf, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Therapiemöglichkeiten:
Krampfadern können zwar nicht geheilt werden, doch lassen sich bei frühzeitig einsetzender Behandlung schlimmere Folgen verhindern. Notwendigkeit und Art der Behandlung hängen von folgenden Faktoren ab:
• Typ der Krampfadern
• Ort und Ausmaß der Venenveränderungen
• Bei leichteren Fällen können Kompressionsstrümpfe einen therapeutischen Effekt haben
• Bei ausgeprägteren Fällen ist mit dem Arzt zu besprechen, ob eine Verödungstherapie oder Operation durchgeführt werden soll.
Zum Schluss noch einmal wichtige Tipps auf einen Blick, die Sie selbst durchführen können:
• Neben einer gesunden Lebensweise können regelmäßiges Hochlagern der Beine und tägliche Gymnastik zu Besserung des Venenleidens beitragen
• Wasseranwendungen wirken sich sehr vorteilhaft aus, d. h. kalte Güsse und Wassertreten
• Sport treiben, wie z. B. Schwimmen, Gymnastik, Wandern, Joggen
• Bei schwerem Venenleiden nicht in die Sauna gehen
Tipps aus dem Bereich Pflanzenmedizin:
Zur äußerlichen Anwendung:
• Roßkastanienzubereitungen z. B. Klosterfrau Venengold Bein-Gel