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Fietsallee am Nordkanal: Radwandern auf Napoleons Spuren
Es war ein gewaltiges Projekt, das sich Napoleon da vorgenommen hatte: Im 19. Jahrhundert plante der französische Feldherr den Nordkanal, um eine Schiffsverbindung zwischen dem damaligen französischen Hafen Antwerpen und den Handelszentren um Neuss am Rhein zu schaffen. Die Strecke sollte die nicht zum französischen Reich gehörenden Niederlande umgehen, um Zölle zu sparen. Allerdings fielen noch während der Bauzeit die Niederlande an Frankreich und Bonaparte stoppte den Bau des Kanals. Der heute nur in Fragmenten realisiert Kanal wurde vor wenigen Jahren mit einer "Fietsallee", einem Fahrradweg, neu in Szene gesetzt. Den "grand canal du nord" können Ausflügler und Urlauber seitdem erradeln. Entlang der 100 Kilometer langen „Fietsallee am Nordkanal“, die 2009 als „Radroute des Jahres in Nordrhein-Westfalen“ ausgezeichnet wurde, befinden sich zahlreiche historische Spuren. Radler finden etwa ausgehobene Kanalbecken, Schleusen mit Wärterhäuschen, Straßennamen aus Napoleons Zeiten und eine Erlebnisbrücke, die zeigt, mit welchen Techniken Wasserstraßen früher überquert wurden. Zur Orientierung führt ein blaues Band entlang der gesamten Strecke und verbindet alle interessanten Kunstwerke und kulturhistorische Relikte. Auf Infotafeln erfahren Radler Wissenswertes rund um den Kanal. Ausführliche Infos mit einer Routenübersicht und Serviceangeboten erhalten interessierte Radwanderer im Internet unter www.nordkanal.net. Hier stehen auch Routenflyer mit Übersichtkarte und touristischen Informationen zum Download bereit. Viele weitere Tipps zum Thema Radfahren in NRW - dem Fahrradland Nummer eins in Deutschland“ - gibt’s beim Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V. unter www.nrw-tourismus.de. Fotos: BU und Urheber |
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