Wer kennt sie nicht, die drei Nonnen im gotischen Spitzbogen, die auf der Natur-Arznei Klosterfrau Melissengeist ...
Im Jahr 1825 – kurz vor ihrem 50. Geburtstag - kam Maria Clementine Martin in die damalige Wirtschaftsmetropole Köln.

Nelkenbaum

Die Gewürznelke, oder auch Gewürznägelein hat ihren Namen von der Form der Blütenknospe. Der Baum zählte auch schon zur Gattung Eugenia, die zu Ehren des Prinzen Eugen von Savoyen benannt wurde.
Nelkenbaum

Wissenswertes

Schon die alten Ägypter müssen Gewürznelken gekannt haben. Dies bestätigt ein Fund einer alten Mumie, welche ein Halsband aus Gewürznelken umgelegt hatte.

Auch die Chinesen kannten schon früh die Gewürznelken, denn schon 226 v. Chr. haben sie ihnen als Kaumittel gedient. 314 – 335 n. Chr. tauchten die Gewürznelken das erste Mal in Europa auf, vermutlich durch die Araber eingeführt.

Ludovico de Barthema gelang es im Jahr 1504 die Gewürznelkeninsel  zu erreichen und als erster eine Beschreibung der Gewürznelken abzugeben. Vorher war weder Herkunft noch Abstammung bekannt.

1524 übernahmen die  Portugiesen den Besitz der Gewürzinseln und betrieben Handel mit den Gewürznelken. Sie wurden jedoch um 1600 von den Holländern vertrieben, welche den Gewürznelkenhandel monopolisierten und alle Gewürznelkenbäume die nicht unter ihrem Schutz standen ausrotteten und hauptsächlich auf Ambiona große Nelkenbäume pflanzten. Trotz großer Wachsamkeit gelang es später anderen Nationen, sich Samen und Pflänzlinge zu verschaffen.

Vorkommen und Verbreitung

Der Gewürznelkenbaum stammt ursprünglich von den Molukken, einer Inselgruppe im östlichen Indonesien, wird aber heute auch in anderen tropischen Länder, wie Madagskar, Tansania und Brasilien angebaut.

Vegetative Merkmale

Der Gewürznelkenbaum ist ein kleiner, meist nur etwa 10 Meter hoher, immergrüner Baum mit gegenständigen Blättern. Seine kleinen Blüten erscheinen  in üppigen, doldenartigen Blütenständen an den Trieben. Blätter, Blüte und Rinde duften intensiv.

Verwendeter Pflanzenteil / Anwendung

Blütenknospe. Gewürznelken können bis zu 20 % ätherische Öle enthalten. Das Aroma des Öls wird vom Eugenol (70 bis 85%) bestimmt, weiterhin sind Eugenolacetat und beta-Caryophyllen enthalten; diese drei Verbindungen allein machen etwa 99% des ätherischen Öls aus.

Wirkung

Man verwendet Gewürznelken als anregendes Magenmittel, vor allen Dingen aber auch zur Desinfizierung im Mund- und Rachenraum.
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